Universitätsbibliothek der LMU
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Geschichte

Kurz zusammengefasst: die wichtigsten Stationen der Universitätsbibliothek.

Ingolstadt (1473- 1800)

Im Jahr 1472 gründet Herzog Ludwig der Reiche die erste bayerische Landesuniversität, die „Hohe Schule” in Ingolstadt. Ein Jahr später schlägt die Geburtsstunde der Bibliothek: die sogenannte Artistenfakultät beginnt damit, eine Büchersammlung aufzubauen. Die an die Universität berufenen Jesuiten dünnen den Bestand der Artistenfakultät über die Jahre jedoch stark aus, um damit ihre eigene Bibliothek auszubauen. Daher beschließt der Vizekanzler der Universität, Martin Eisengrein, die Universitätsbibliothek neu zu gründen. Er tritt an Gelehrte seiner Zeit heran und bittet sie um Schenkungen für die Bibliothek. 

Bald entwickelt sich die Bibliothek zu einer humanistischen Universalbibliothek.

1589 wird die Bibliothek mit den übrig gebliebenen Beständen der Artistenfakultät vereinigt. Als im Jahr 1773 der Jesuitenorden vom Papst aufgehoben wird, geht die Ingolstädter Jesuiten-Bibliothek an die Universitätsbibliothek über. 1776 werden die Bibliotheken von vier Priesterseminaren und die Bibliothek der medizinischen Fakultät, die 1720 gegründet wurde, mit der Universitätsbibliothek vereinigt.

Landshut (1800 - 1825)

Im Jahr 1800 verlegt Kurfürst Maximilian VI. Joseph (der spätere König Maximilian I. von Bayern) die Universität und die Bibliothek mit ihren fast 50.000 Bänden von Ingolstadt nach Landshut. Eines der wichtigsten Ereignisse für die Bibliothek fällt in diese Zeit: mit der Säkularisation von 1803 kann die Bibliothek ihren Bestand mehr als verdoppeln. Aus den aufgelösten Klosterbibliotheken gelangen rund 57.000 Drucke und 400 Handschriften in die Universitätsbibliothek.

München (seit 1826)

Kurze Zeit später siedelt die Universität erneut um. König Ludwig I. verlagert sie 1826 von Landshut nach München. 1840 bezieht die Bibliothek das neu errichtete Universitätsgebäude in der Ludwigstraße. 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden für die Bibliothek zwei Erweiterungsbauten geschaffen, was durch die zunehmende Zahl der Benutzer und den schnell anwachsenden Bestand notwendig geworden war. Bereits 1925 gilt die Universitätsbibliothek der LMU mit ungefähr 830.000 Bänden als die größte Universitätsbibliothek Deutschlands.

Während des 2. Weltkrieges fällt mit etwa 350.000 Bänden ein Drittel des Bestandes den Bombenangriffen zum Opfer. Auch ein Großteil der Bibliotheksräume sowie der Kataloge werden zerstört. Besonders wertvolle Bestände können jedoch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Die Rückführung der Bestände dauert bis 1959. Die räumliche Situation der UB verbessert sich erst 1967 grundlegend, als ein dreigeschossiger Neubau mit historischer Fassade an der Ludwigstraße bezogen werden kann.

Die erste Fachbibliothek wird 1985 mit der Fachbibliothek Psychologie und Pädagogik an der LMU eingerichtet. Bis heute folgen 12 weitere Fachbibliotheken, die personell und organisatorisch in die Universitätsbibliothek integriert sind. Gemeinsam mit der Zentralbibliothek in der Ludwigstraße und der zentralen Lehrbuchsammlung bilden sie den Kern der Universitätsbibliothek.

Heute ist die UB mit ca. 4,7 Millionen Medien wieder eine der größte Universitätsbibliotheken in Deutschland. Aus einer reinen Büchersammlung ist ein modernes Zentrum der Informationsvermittlung für Wissenschaft, Forschung und Lehre geworden.

Sie möchten mehr über die Geschichte der UB wissen, z.B. wie früher an einer Bibliothek gearbeitet wurde oder welche Persönlichkeiten für die Bibliothek wichtig waren? Schmökern Sie in der reich bebilderten, detaillierten Darstellung der Geschichte der UB.

Detaillierte Geschichte der Universitätsbibliothek (PDF, 637 KB)

 


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