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Universitätsbibliothek im Zeitalter der EDV

Die elektronische Datenerfassung wurde erstmals 1976 bei der Erstellung eines Gesamtzeitschriftenverzeichnis der Universität München, der Bibliothek der Technischen Universität und der Bayerischen Staatsbibliothek eingesetzt. 1982 begann die EDV-gestützte Katalogisierung der Bücher ab dem Erscheinungsjahr 1980 im Rahmen des Bayerischen Bibliotheksverbundes. Altbestände des Erscheinungszeitraumes 1501 bis 1850 sind seit 1998 ebenfalls vollständig maschinenlesbar erfasst.

 

Die 1993 erfolgte Einführung des BIAS-Ausleihsystems an der Universitätsbibliothek München ermöglichte die Recherche und Bestellung von Titeln der Berichtsjahre 1501 bis 1850 und 1980 bis in die Gegenwart über den Online Public Access Catalogue, kurz OPAC. Im Oktober 1999 erfolgte die Umstellung auf das Bibliotheksinformationssystem SISIS-SunRise und damit auf das Ausleihsystem SIAS mit der neuen auf Java basierenden Rechercheoberfläche JOPAC.

 

Die Universitätsbibliothek München errichtete als erste in Bayern zum Wintersemester 1989/90 einen CIP-Pool mit rund 60 vernetzten PC-Arbeitsplätze für Studenten aus sechs Fakultäten. Von hier aus sind die elektronischen Medien der Universitätsbibliothek weltweit via Internet recherchierbar. Seit der Einführung des Zugangs zur Elektronischen Zeitschriftenbibliothek im Juni 1999 können aus einem Angebot von mehreren tausend wissenschaftlichen Zeitschriften einzelne Artikel im Volltext angezeigt und gegebenenfalls ausgedruckt werden.

Um eine engere Zusammenarbeit der seinerzeit über 200 Institutsbibliotheken und der Zentralbibliothek zu erreichen, wurde 1980 die Kontaktstelle für Institutsbibliotheken ins Leben gerufen. Im Wintersemester 1985/86 eröffnete man die Teilbibliothek Psychologie und Pädagogik. 1993 erfolgte der Zusammenschluß der zwei Hauptbibliotheken der Fakultät für Betriebswirtschaft und des Volkswirtschaftlichen Instituts zur Bibliothek Wirtschaftswissenschaften. Im März bzw. November 1999 wurden die Bibliotheken der Chemie und Pharmazie in Großhadern sowie des Historicums eingeweiht. Die Vereinigung der Institutsbibliotheken der evangelischen und katholischen Theologie kam 2004 zum Abschluß, die Pläne zur Errichtung einer Bibliothek des Philologicums nehmen seit Ende 2003 konkrete Formen an.